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traurig

Gestern und Heute waren traurige Tage..
mein Herz ist schwer wie Stein, alles spricht zu mir in der Sprache der Schwermut und alles tut weh.
Gestern ist meine liebe Omi verstorben. Lange hat sie Schmerzen ertragen, seit ettlichen Jahren vielleicht.
Wieder fällt mir auf, wie wenig ich über meine Familie weiß. Alles, was ich habe sind Bruchstücke von Erinnerungen. Wie aus einer fernen Zeit sehe ich ein Kind über Wiesen laufen, in Astlöcher starren und Babyvögel zählen.

Ist es nicht schwer einzusehen?? Wir können niemals zurück..
ich finde es schmerzhaft. Wir sind wie zu groß geratene Kinder, die ihr Lachen verloren haben und wir setzen uns heimlich unter Bäume und Büsche und starren in den Dreck und hoffen, dass die Kiesel und Stöckchen lebendig werden und wie früher mit uns Geschichten erzählen. Sie tun es nicht und trotzdem stecken wir sie heimlich in die Hosentaschen und tragen sie nach Hause um sie verschämt in kleine Kästchen zu legen und zu hoffen sie werden Symbolik für all die kleinen Dinge und Gesten, die früher so selbstverständlich waren und nun so vermisst werden..
Ich fühle mich veloren in meiner Haut. Warscheinlich liegt es daran, dass ich keine wirklichen Eltern habe. Ich bin keine Waise (vielleicht habe ich mich selbst ein wenig dazu degradiert..).. Meine Eltern existieren, doch sie sehen mich nicht. Sie verstehen mich nicht, nicht nur ein bisschen nicht, sondern wirklich nicht, rein gar nicht und überhaupt nicht..
Ich rede wie ein unverstandenes Kind und das bin ich auch (ein zu groß geratenes..)

Ich finde es eigentlich seltsam, wenn Menschen vor anderen Menschen von "Mama" und "Papa" reden und nicht von ihrer Mutter und ihrem Vater, jetzt muss ich es selbst tun; ich fühle mich irgendwie so unpersönlich;
ich sag "Mama, wie gehts dir denn?" Sie sagt, hier und da, jaja alles jetzt so stressig, was nun alles gemacht werden muss.. Mama sagt, es ist ok wenn ich nicht mit dem Zug komme, sondern mit Pascal fahre, auch wenn es nicht so schön ist, ihn zu so einer Gelegenheit kennenzulernen (das hab ich gesagt.. sie hat nur ja gesagt...) Seid um 12 da!
Kurz darauf Papa am Telefon, findet das sehr unpassend, die ganze Trauergemeinde usw und dann Pascal... und sagt, fahr mit dem Zug! Ich sag ja...
Kurz darauf nochmal Papa am Ohr, er sagt, du hast ja anscheinend so viel Stress damit herzukommen, musstest dir Urlaub nehmen, Zahnarzttermin verlegen, es ist dir keiner böse, wenn du nicht zur Beerdigung kommst sondern mal später.. Ich sag, total überfahren, mach dir keine Sorgen, ich regel das schon, ich komm dann mit dem Zug so wie du gesagt hast.. Ich sehe in Gedanken seinen Blick, wie Jahre zuvor, die ganzen Jahre, er trägt eine Maske und ich weiss nicht was es bedeutet.. ich weiss nicht, was irgendwas bedeutet bei ihnen...
Emotionen schwappen über meine eigene Maske;ich frage, ob er sagen will, dass ich nicht kommen soll.. er sagt nein, es scheint nur alles so stressig für dich, wiederholt sich..
Ich wiederhole mich, sage ich möchte nur wissen, ob er damit sagen will, dass ich nicht kommen soll.. Er sagt, nein, das will er nicht sagen.. Ich soll dann aber genau sagen, wann ic ankomme..Ich sag, jakann ich dir jetzt schon sagen, halb 12... Er sagt, nein viel zu spät, du must früher fahren! .. Ich sag ja, dann bin ich um 10 da (ohne ihm zu sagen, dass ich dadurch um 4.30 losfahren muss, weil wegen stressig usw..).. Er sagt, ja...
Kurz darauf, ich errate es mit drückenden Gefühl beim ersten Klingeln, wieder Papa am Telefon; er sagt nur, es ist glaub ich besser, wenn du ein anderes Mal herkommst, die Spannungen sind einfach zu groß.. Ich weiss nicht was ich sagen soll.. deswegen sage ich ja.. und hänge ein.

Ich kann es mal wieder nicht fassen.. diesmal ganz extrem.
Mein Vater, der noch zwei Wochen zuvor, gesagt hat, er verlange, dass ich dann vorbei komme, hat mir veboten auf die Beerdigung meiner Oma zu kommen.
Wenn ich ein bisschen mehr Hintern in der Hose hätte, würde ich fahren, aber ich schaffe es nicht, mit ihnen umzugehen. Ich kann einfach nicht mit ihnen umgehen, alles ist so seltsam..
Ich fühle mich wie ein degradiertes Etwas, das in die Ecke gedrängt, versucht sich die Messer aus dem Rücken zu ziehen. Ein einziger Frontalangriff und ich beisse blindlinks zu und raste aus. Und das besser nicht auf der Beerdigung...
In mir treibt ein riesiger See aus Trauer und auf ihm schäumt ein dicker Teppich Wut. Ich fühle mich extrem schlecht.
und so traurig...

Jetzt wird die Vergangenheit endgültig zu einem Bild. Die letzte Existenz meiner Kindheit wird eingerissen mit diesem Haus mit den herrlich schiefen Wänden, die nach Wald duften. Ich werde nie wieder zurück kommen können. Sie ist nun tot und mit ihr geht meine Kindheit; die Astlöcher, die Fensterläden, die Dachböden der Scheune, die Wespennester, die Werkstatt meines Opas und das alte Büro, in dem man nach über 10 Jahren seiner Abwesenheit bestimmt immer noch seine Rauchfahnen riechen kann, all die Blumen, ihre Stimme.. Ihre Stimme ist jetzt wieder bei seiner.. nach all der Zeit, weiss ich wieder wie sie sich angehört hat.
Ich bin nicht so schlecht, wie alle denken. Ich bin gut. ICH BIN GUT! Er wusste das und sie auch und nun sind sie beide fort.
Seltamerweise habe ich innerlich aufgehört zu rennen, was das bedeutet, vielleicht werde ich es erfahren, wenn es mir wieder besser geht.



22.6.07 02:00


An den Mond

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud' und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd' ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu!

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.




Johann Wolfgang von Goethe




10.6.07 14:11


Wanted

noch eins.. Gesucht wird wieder eine Band. Der Erräter bekommt ein aufblasbares Schnoddy!

10.6.07 13:50


Wanted

Gesucht wird eine Band.
Ich weiss, diese Idee ist geklaut, ich schäme mich dafür, aber dennoch find ich dieses Spielchen immer wieder witzig.
Also, welche Band ist hier dargestellt?




10.6.07 13:47


Fundstück

dieses tolle Fundstück wurde von Simone entdeckt. Vielen Dank für die Drooogen!


9.6.07 14:40


Regenbogengedicht

Regenbogengedicht,
Zauber aus sterbendem Licht,
Glück wie Musik zerronnen,
Schmerz im Madonnengesicht,
Das eins bittere Wonne...

Blüten vom Sturm gefegt,
Kränze auf Gräber gelegt,
Heiterkeit ohne Dauer,
Stern, der ins Dunkel fällt.
Schleier von Schönheit und Trauer
Über dem Abgrund der Welt.



Hermann Hesse




10.6.07 13:34


10.6.07 13:30


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