EE - Nr. IV - Free Template by www.temblo.com


 
Blog
Archiv
Abo
 
Gästebuch
Kontakt
Suche
 
RSS-Feed
Blog weiterempfehlen
Zu Favoriten setzten
Gratis bloggen bei
myblog.de


























erinnerung

..warm und entspannt.
so waren meine nächte früher immer. wunderschön waren sie und ich war der mittelpunkt der erde, träumerisch fliegend.
der einzige wachende mensch..
...erinnerungen...
heute sind diese nächte selten geworden, ich wage sogar zu behaupten, dass sie ausgestorben sind. gegangen...
wie einst die nächte, in denen wir die sterne vor der nase hatten und den himmel berühren mit unseren gedanken. warm war die nachtluft und hell war die dunkelheit. so wie diese nächte gingen, sind auch die in einsamkeit vergangen.
komisch, dass es mir nicht aufgefallen ist... ich habe sie trotzdem vermisst, doch das fällt jetzt nicht mehr ins gewicht.
die melancholie wirft ihre netze aus und holt sie ein. manchmal verfange ich mich absichtlich in ihnen.. am ende bin ich wohl zu alt geworden, um die welt nur noch im augenblick zu betrachten. und manchmal bin ich froh darüber.
manche nächte waren einfach zu lang...
sie waren das einzig entspannende am leben, doch sie waren auch das einzige, was ich hatte.
das leben ist bittersüß oder? selbst wnn man arm ist, ist man reich und selbst wenn man reich ist, ist man arm..
nun bin ich arm an augenblicken oder vielleicht habe ich auch nur den blick verloren.
heut nacht schaue ich mal wieder hinunter auf die erde. es fühlt sich an wie nach hause kommen... nach hause kommen in eine heile welt, von der ich nur allzu gut weiss, dass sie eine lüge ist. sie ist ein seelenversteck, an essen wänden endoser horizont gezeichnet ist. allzu groß habe ich diese wände gedehnt, ein ganzer kosmos passte hinein und vielleicht war es realität; wurde es zu realität durch die kraft und die intensität. heute scheint sie mir zu klein, diese schöne welt. ich bin vielleicht größer geworden, ich passe gar nicht mehr richtig hinein und das schlimmste ist das weiterdenken, das mir damals gefehlt hat. ich weiss dass hinter dieser kleinen dunkelbunten blase der tag lauert. der tag vor dem und in dem man sich niemals verstecken kann..
ich bin einer der wenigen menschen, die vom mensch zum vampir und wieder zum mensch geworden sind.
es ist nicht leicht erträglich, dass all diese wundervollen erinnerungen in diese kleine-welt-blase gequetscht worden sind und dort so lange vegetiert haben. sie wurden nahezu ganz verschluckt von all den schrecklichen dingen, die tagsherum um sie geschahen. die sonne hat sie mir eingebrannt und auch ihr untergang konnte die schmerzen nicht lindern. die nacht war nur eine flucht...
eine wunderschöne, gedankenvolle, verlorene flucht.
nun renne ich nicht mehr. ich bin viel zu müde zum rennen..
doch ich krieche auch nicht..
ich sehe die erde.. vielleicht nicht haargenau so wie sie ist, doch in manchen seltenen momenten habe ich ein wenig einblick, wie sie sein sollte.
und ich drehe mich zurück und sehe durch die seifenblasenfarbenen fenster des kleinen seelenverstecks und ihr winkt mir, ihr wundervollen erinnerungen.
... baumwesen im monddunkel, nachtvogelstimmen und raschelndes gras, ein dach aus stein und ohne wände das haus, kein anderer mensch weit und breit nur ein paar wachende menschenseelen, licht aus kerzen, musik aus herzen, einzigartigkeit und einheit, feuer, glühwürmchen und falter, gänsehaut und sommerschauer, köstliche früchte, gemalte worte, gedachte orte, berührungen ohne zeit und raum, türme, burgen, fenster...
ich öffne die tür und nehme sie mit, all diese schönen momente.
ich bin glücklich, gerade, eben, gestern auch. es fällt mir auf, ich war wirklich schon oft sehr sehr glücklich.
ich danke euch allen, die ihr mir das jemals geschenkt habt!
ich nehme euch mit und heraus aus der isolation. auch wenn ich mich oft viel zu nackt fühle; meine seele muss sich nicht mehr verstecken.
ich lasse euch frei, weil ich keine angst mehr habe, dass ihr davon schwebt im morgennebel. was für ein narr muss ich doch gewesen sein, zu glauben so hätte ich euch halten können. es ist noch nicht zu spät, es ist ganz einfach euch zu entstauben und zu streicheln und euch dann an den platz zu setzen an den ihr gehört.
ihr seid meine erinnerungen, ihr dürft in frieden weiter existieren, während ich meinen weg weiter durch eine große welt gehe.
in dieser großen welt ist es zwar nicht enspannt ( jedenfalls nicht sehr oft) und warm (meine füsse sind arschkalt!) doch es fühlt sich trotzdem schön an zu wissen, ich schaue gerade auf eine welt herunter, die auch meine ist.
irgendwann treffen wir uns hier oben wieder, in einem wunderweichen moment werden wir ein weiteres mal fliegen, doch dann werden wir keine angst mehr haben zu landen, weil unser leben mehr ist als ein traum. vielleicht wird es ewigkeiten dauern, bis wir wieder flügel haben, keine eingeredeten flügel und dann können wir mehr als die paar kleinen aeonen zeit und raum bewegen doch das ist auch überhaupt nicht wichtig, denn nun ist halt die zeit des laufens und des auf dem boden stehens.
wer weiss.. nun fehlen die worte.. es ist spät, der ausblick grandios, morgen wird ein feiner tag, ein ganz feiner kleiner mensch wird morgen viel rosarotes mit prinzessinnen bedrucktes geschenkpapier zerrupfen und sich hoffentlich riesig freuen und es gibt torte. meine erste! nicht nur n läppischer kuchen... mama wäre stolz auf mich, wenn sie es könnte ;-)
doch bis jetzt noch nacht, nahezu halbentspannt und fast warm, füsse tauen grad auf, das kribbelt. die spüli ist aus, passi hat aufgehört zu schnarchen und die katze bimmelt nicht mehr mit dem glöckchenfisch. so schön kann die welt sein, ich bin verzücktvon der einfachheit. kerze fast aus, noch fünf minuten ruhe, mal versuchen an nichts zu denken. auch nicht mehr schreiben, deswegen... eine wundervolle nacht!!!



7.10.07 04:17
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



© 2007 Free Template by www.temblo.com. All rights reserved. Design by MiniArt. Host by myblog