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Kinder,

..wie die Welt sich dreht... eben haben wir noch gelebt...
heute laufen wir wie Tote rum und sehen zu wie sie vergeht..

Wir geben, was wir bekommen!

Vor ein paar Tagen hatte ich mit Passi eine Diskussion über die Vielfältigkeit der Probleme, warum man die Welt nicht einfach besser machen kann. Kindlich argumentiere ich, bis ich erkenne, ein ums andere mal, dass alles zusammengebunden ist zu einem großen Knäuel. Zieht man hier, zieht es sich dort zu und andersherum... wie Loki´s Spielzeug das wir so naiv werfen und ihm dann beruhigend den Kopf aus der Schlinge nehmen.. Ich hoffe, es gibt einen Gott, der das selbe mit uns tut, wenn wir am Ersticken sind.. Wenn es ihn gibt, hat er wohl zu viel zu tun um für alle da zu sein. wie sollte er auch bei all den unfähigen Menschen; ich denke, wir sind alle im gewissen Maße unfähig, die einen mehr die einigen weniger. Je nachdem wie das Schicksalsblatt sich gewendet hat für sie und was sie daraus machen. Und was sollte er tun, gegen all die Ungerechtigkeit, gegen all die Überforderung, die all diese millionen Menschen durchmachen müssen. Ein Blitz vom Himmel wäre wohl kein Zeichen seiner Nächstenliebe.. All diese Menschen brauchen einen Wink des Himmels, vielleicht ein Wunder wenn man so will. einen sternenklaren Augenblick, in dem die idiotisch tösende Welt kurz innehält und man ihnen sagt, dass sie aufhören sollen zu rennen, aufhören sollen alles und jeden um sie herum umzurennen um den Schaden begutachten zu können.
Wie schön die Vorstellung in meinem Kopf, der sich nach Ruhe und Frieden sehnt... Eine wunderschöne Frau mit wallenden Haar erscheint im Wartezimmer des Arztes. Ich kann sie nicht sehen, nur die andere anwesende Frau sieht sie und ihr kleiner Sohn bekommt ein seltenes Lächeln auf sein Gesicht gezaubert. Als sie die wunderschöne Gestalt erschrocken erblickt, spricht diese sanft "Fürchte dich nicht, ich bin ein Engel und ich bringe dir Frieden. Gott schickt mich, weil er sich Sorgen macht um dich und deine Familie. Er möchte dir Zuversicht und Kraft schenken, damit du alles besser machen kannst". Und der Raum taucht sich in verzaubertes Licht....

Es ist nicht angebracht über andere Menschen zu urteilen, das weiss ich. Doch die Welt erscheint mir viel zu grausam.
Dieser kleine Junge möchte nur ein wenig herum laufen, weil ihm so schrecklich langweilig ist. Kein einziges Kindebuch befindet sich in diesem Raum, in dem er, sie und ich und der abwesende Engel, an den ich denke, schon seit über einer Stunde sitzen. So zupft er vorsichtig Informationsbroschüren vom regal und rennt zu Mami und zeigt sie ihr. Es ist ein Ball auf einer abgeildet, er freut sich. Mami scheint nicht zu sehen, was der kleine Mann denkt. Sie haut ihm auf die Finger und sagt resolut "Nein!". Er bringt die Broschüre zurück und versucht sie mit seinen kleinen Fingerchen an ihren angestammten Platz zurückzubuchsieren. Er schaut sich um, was er machen könnte. Ihm fällt nix ein, alles ist hier so langweilig; so nimmt er den nächsten Zettel. Mama kommt, haut ihm auf den Hintern und zerrt ihn auf den Stuhl neben sich. Er windet sich aus ihrem Griff, steht auf, sie zischt "Nein!", setzt ihn zurück. Bleib sitzen, Nein, hör auf, lass das, bleib endlich sitzen sonst fängst du eine..
Augenscheinlich hat der kleine Mann keine Angst mehr vor solchen Drohungen. Er weiss, dass Mami schnell böse wird aber auch dass sie inkonsequent ist. Die Situation endet mit einem Schütteln und Rütteln des kleinen Kinderkörpers und des Zurückpressens auf den faden Stuhl.
Verstohlene Blicke in meine Richtung, verstohlene Blicke von mir zu ihr. Eine solche Wut stapelt sich immer höher in mir. Soll ich ihr sagen "Nein!""Hör auf damit!"??
Ich wäre gerne der Engel, den ich mir wünsche aber ich habe Angst, dass alle Worte, egal wie groß und tiefgreifend an solchen Menschen abprallen.
Der Kleine steht ein weiteres Mal auf, sichtbar angewidert und unbequem schaut sein kleines Gesicht. er zupft sich an der Hose, ein atemberaubender Gestank durchfliegt den Raum. Sie schreit "Komm her!" Der Kleine möchte nicht. Sie wiederholt, springt dann auf, zieht ihn zu ihrem Stuhl und glotzt im angewidert in die Windel. Eine neue hatte sie scheinbar nicht dabei, für ihr Kind, dass sicherlich seit mindestens einen halben Jahr längst die Toilette benutzen könnte. Sie ist nicht konsequent mit ihm und nicht mit sich. das wird sich böse rächen... Ich bin das beste Beispiel.
Noah Gabriel wird trotzdem ein großer Junge, später Mann werden. Auch wenn Mami an Kevinismus litt und er oft das Gefühl hatte, dass sie ihn viel zu wenig lieb hatte.
Heute sterben Kinder nicht einfach, wenn ihre Eltern inkonsequent und überfordert sind (jedenfalls die Meisten nicht..).
Doch was für geistige Qualitäten wird er besitzen? Wird er wissen, dass er seine eigenen Kinder nicht so behandeln darf, wie Mama ihn behandelt hat? Und wenn er es weiss, wir er es umsetzten können? Wird er sich zurückerinnern, dass in seinem Kinderwagen neben dem kaputten Spielzeug Kronkorken lagen von Bierflaschen. Mit denen liess sich gut spielen.. mit Mami nicht...
Ich wünsche mir, dass ihm ein Engel begegnet eines Tages und ihm Nächstenliebe schenkt und die Gewissheit dass er ein kleines Wunder ist. Dass die Welt und das Leben ein kleines zerbrechliches Wunder ist. Noah wusste das, Gabriel wusste das. Lasst es Mami wissen, damit Noah Gabriel es auch lernt.



9.10.07 14:34
 


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